Maria Engelport von 1220 bis heute

Erste Gründung 1220

Der Legende nach waren dem Ritter Emelricus von Monreal, der auch im nahen Fankel Landbesitz hatte, bei einer Jagd zwei Engel mit brennenden Kerzen und klingenden Glöckchen erschienen. Tief bewegt erbaut er an dieser Stelle ein „Bets­hauß“ mit Kloster und beruft Zisterzienserinnen aus dem bei Simmern gelegenen Kloster Kumbd hierher. Wegen unzu­reichenden ­Lebensbedingungen kehren diese bald wieder in ihr Heimatkloster zurück.


Zweite Gründung 1260

Graf Philipp II. von Wildenburg bei Treis gründet ein neues Kloster. Dominikanerinnen, die sich bald der Abtei Steinfeld in der Eifel unterstellen und die Regel der Prämonstratenserinnen übernehmen, besiedeln das Kloster.

1272:
Die Kirche wird vom Trierer Bischof geweiht. Die Selige Beatrix, eine Tochter des Grafen Philipp II., ist die erste Priorin. Ihr Grab war in der alten Klosterkirche.

1660:

Das im Dreißigjährigen Krieg mehrfach geplünderte und verwüstete Kloster wird mit Hilfe der Markgrafen von Baden-Baden wiederaufgebaut.

1794:
Das Kloster fällt den französischen Revolutionsheeren zum Opfer. Die Klosterfrauen müssen fliehen und können nicht mehr zurück, da das Kloster im Jahr…

1802:
…im Zuge der Säkularisierung aufgelöst wird. Das Inventar wird verschleudert, der größte Teil des Gebäudes auf Abbruch versteigert und niedergerissen. An das alte Kloster erinnern heute noch die sog. „Alte Kirche“, Teile der ehemaligen Landwirtschaftsgebäude und die Umfassungsmauer.


Dritte Gründung 1903

Pfarrer Haubrich von Pommern gelingt es, die „Oblaten der Unbefleckten Jungfrau ­Maria‘‘ (OMI) für Engelport zu interessieren. Sie bauen das jetzige Kloster Maria Engelport an der alten Stätte wieder auf. Auf Anordnung der preussischen Regierung wird das neue Kloster eine Kolonialschule zur Ausbildung von Missionsbrüdern für die damalige ­deutsche Kolonie Südwes­afrika, dem heutigen Namibia.

1913:
Die Statue „Unsere Lieben Frau von Engelport“ aus dem Nachlass von Domkapitular Hulley in Trier kommt durch Pfarrer Haubrich ins Flaumbachtal. Derselbe Pfarrer stiftet auch einen Annaaltar. In der Folgezeit belebt sich die alte Wallfahrtstradition zur Muttergottes und zur hl. Anna wieder.

1915:
Eine Lourdesgrotte wird errichtet, die ebenfalls Ziel vieler Wallfahrer ist, heute be­sonders von Motorradfahrern. Seit dem I. Weltkrieg war bis 1968 das Noviziat der ­Oblatenmissionare in Engelport angesiedelt. Danach diente das Kloster als Exerzitien- und Tagungshaus. Die „Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria“ verlassen das Kloster nach 110 Jahren im Jahre 2013.


Vierte Gründung 2014

Die junge Gemeinschaft der Anbetungsschwestern des Königlichen Herzens Jesu, der weibliche Zweig des Instituts Christus König und Hohepriester, übernimmt mit Erlaubnis des Bischofs von Trier das Kloster Maria Engelport, um die Tradition des Ordenslebens dort fortzusetzen. Der Schwesternorden wurde 2001 gegründet und zählt derzeit über 30 Schwestern. Das Mutterhaus ist in Gricigliano bei Florenz.

 

 

Der besonderer Auftrag der jungen katholischen Gemeinschaft päpstlichen Rechts ist die eucharistische Anbetung und das Gebet für die Priester. Die Schwestern küummern sich ebenso um unser Gäastehaus und die Aufnahme und Verpflegung von Pilgern. Für weitere Information klicken Sie bitte auf diesen Link.